Ein Mädchen ohne Mann – ein Boot ohne Ruder;

ein Bursche ohne Frau – ein Pferd ohne Zügel.

– Vietnamesisches Sprichwort

 

Hier kommt unser 2. Blogartikel zu unserer wundervollen Reise durch Vietnam. In unserem 1. Blogeintrag haben wir euch auf die Reise in das laute Saigon mitgenommen und danach in das geschichtsträchtige Hue.

Von dort ging es an der Küste entlang wieder Richtung Süden. Hue war von der Temperatur doch schon merklich kühl, das war sicherlich auch ein Grund warum es uns wieder mehr Richtung Süden zog. Unser nächstes Ziel hieß Hoi An – dort wollten wir unbedingt das berühmte Laternenfest miterleben, dass immer nur in der Vollmondnacht stattfindet. Hoi An hat uns vom ersten Moment an verzaubert! Das Zentrum der Stadt ist gesäumt von bunten Häusern, darin befinden sich viele kleine Läden und nette Lokale in denen man einfach mal einen guten vietnamesischen „iced white coffee“ trinken und herrlich die Leute am Fluß beobachten kann.

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Hoi An ist einerseits berühmt für seine Kochschulen und auch für seine Schneidereien. Ganz klar, dass wir beides ausprobieren mussten. In der Kochschule haben wir aber eigentlich mehr gegessen als selbst gekocht – aber herrlich wars trotzdem! :-) Michael wurde der Meister der Frühlingsrollen, die mit Präsizison und einer ganz bestimmten Reihenfolge gefüllt werden müssen (jaja unsere Lehrerin war sehr streng!). Neben den Zutaten und Zubereitungsarten verschiedenster typischer vietnamesischer Gerichte, konnten wir auch ausprobieren Reispapier selbst zu machen (die Basis für jede Frühlingsrolle) und die vielen verschiedenen Ingwerarten, Basilikumarten und Chilis kennenlernen.

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Der vor allem für Marie sehr interessante Teil waren dann die Schneidereien, in denen man maßgeschneiderte Kleider und Anzüge, Hosen, Röcke,…. machen lassen kann. Marie hat die Chance gleich genützt und sich Kleider für die kommende Hochzeitssaison schneidern lassen. Aber auch Michael war nicht untätig und hat in der Anzugsabteilung zugeschlagen. :-)

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Und dann war sie da, die Vollmondnacht: In dieser Nacht werden in Hoi An keine elektrischen Lichter angezündet, sondern alles mit Laternen erhellt. Faszinierend zuszusehen war es, wie große Laternen mit wundervollen Stoffen überzogen werden. Tausende von kleinen Papierlaternen wurden in den Fluß gelassen und boten ein atemberaubendes Bild. Sehr romantisch, aber natürlich auch viele andere Touristen. :-)

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Am nächsten Tag wollten wir ein bisschen mehr ins Landesinnere fahren um dort das Leben der Bauern besser kennenzulernen und die für das Land so berühmten Reisfelder zu sehen. Den ersten Streckenabschnitt legten wir auf einem Boot zurück. Dort konnten wir Fischern bei ihrer Arbeit zusehen und beobachten wie sie die traditionellen Fischernetze auswerfen. Da schlägt das Fotografenherz ganz laut vor Freude!

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Lustig und sehr wackelig waren auch die kleinen runden Boote, die von den Fischern vor allem verwendet werden um von ihren größeren Fischerbooten zu den ausgelegten Netzen zu gelangen.

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Kokosnusspalmen spielen eine große Rolle in Vietnam: Neu war für uns, dass es auch Palmen gibt, die direkt im Wasser wachsen und ebenfalls köstliche Kokosnüsse tragen. Die Palmenblätter werden geschnitten und getrocknet und verwendet um Dächer zu decken.

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Vom Boot aus ging es dann direkt mit Fahrrädern weiter, mit denen wir durch Dörfer fahren konnten und traumhaften Landschaften sahen!

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Besonder beeindruckend war eine riesige Gärtnerei, in der in ordentlichen Reihen Unmengen von Salat, Koreander, Zitronengras und vieles andere angeplanzt wurde. Wir hätten dort noch viel länger bleiben können und den Leuten bei der Arbeit zusehen.

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Am nächsten Tag hieß es dann leider Abschied nehmen von dieser wundervollen Stadt: Wir wollten weiter in den Süden in das berühmte Mekong Delta.

Davor haben wir uns aber noch eine Stärkung mit köstlichen Obst gegönnt. Unglaublich was diese alten Frauen schleppen, es scheint ihnen nichts auszumachen – Marie ist unter dem Gewicht fast eingegangen. :-)

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Angekommen im Mekong Delta waren wir schon wieder in Booten unterwegs – das Leben dort spielt sich wirklich am Wasser ab.

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Das Mekong Delta hat einige Inseln, von denen wir auch eine besuchten (Unicorn Island) und dort einen köstlichen Honigtee getrunken haben.

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Danach ging es mit kleinen Booten weiter durch eine sumpfartige Landschaft, die schon sehr viel Dschungelcharakter hatte.

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Die vietnamesische Volksmusik ist für europäische Ohren etwas gewöhnungsbedürftig, aber es war trotzdem toll es mal gehört zu haben.

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Der Verkehr im Mekong Delta ist bei weitem nicht so schlimm wie in den großen Städten Saigon oder Hanoi, aber Mopedfahrer gibt es trotzdem genug. :-)

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Den 2. Tag im Mekong Delta nutzten wir um den schwimmenden Markt von Can Tho zu besichtigen. Frühmorgens wird dort frisches Obst und Gemüse, aber auch Frühstück und Kaffee verkauft.

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Vor allem direkt am Wasser haben wir deutlich gesehen, dass die dort lebenenden Menschen keinen Luxus haben und wahrscheinlich direkt von der Hand in den Mund leben. In einer Reisfabrik haben wir gelernt, dass ein Vietnamese unglücklich wird, wenn er nicht mindestens einmal pro Tag Reis zu Essen bekommt. Reis ist ein Grundnahrungsmittel und gehört zum täglichen Leben dazu.

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Alle die Michael gut kennen wissen, dass er eine Schwäche für eine ganz besondere Frucht hat, die wir das erste Mal in Kuba gegessen haben: Guave. Das geht soweit, dass er sich sogar Guave von einer lieben Brautmutter aus Kolumbien einfliegen lässt. :-) Ihr könnt euch deshalb nicht vorstellen wie er gestrahlt hat, als er im Mekong Delta endlich frische Guave gefunden hat! Manchmal ist es so leicht jemanden glücklich zu machen! Und wenn Michael glücklich ist, ist es Marie auch. :-)

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Im dritten und letzten Blogeintrag über Vietnam werden wir euch die wundervolle Insel Phu Quoc zeigen, auf der wir uns die letzten paar Tage noch etwas entspannen wollten. Aus der Entspannung wurde dann mehr ein off-road adventure auf einem Moped. Mehr davon schon bald. :-)

Bis bald,

Marie & Michael

 

 

 

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